Der Weg
Acht Schritte, zwölf bis vierundzwanzig Monate
Der vollständige Weg mit den realen Zeiträumen jedes Schritts — auch derer, die nicht von uns abhängen.
Der Weg ist für alle derselbe, seine Dauer aber hängt vor allem von einem Faktor ab: Ihrem Ausgangsniveau im Deutschen. Wer bei null beginnt, sollte etwa zwei Jahre einplanen. Wer bereits ein solides B1 mitbringt, kann in zwölf bis fünfzehn Monaten ankommen.
Nicht alle Schritte folgen streng aufeinander: Anerkennungsverfahren und Sprachkurs laufen parallel, was mehrere Monate spart.
Auswahl
Alles beginnt mit einem Videogespräch von etwa vierzig Minuten. Wir sprechen über Ihre Ausbildung und Ihre Erfahrung, vor allem aber über Ihr Vorhaben: warum Deutschland, was Sie zurücklassen, wie Ihre Familie dazu steht. Das ist kein Verhör, sondern die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob dieser Weg wirklich zu Ihnen passt. Ein schlecht vorbereiteter Aufbruch endet nach sechs Monaten mit der Rückkehr — davon hat niemand etwas.
Auswahl · 2 bis 4 WochenAnerkennung des Abschlusses
Ihr Abschluss muss von der Behörde des Bundeslandes anerkannt werden, in dem Sie arbeiten werden. Wir stellen den Antrag zusammen, lassen die Unterlagen übersetzen und beglaubigen und bearbeiten Nachforderungen. In den meisten Fällen ergeht eine teilweise Anerkennung mit einer Anpassungsmaßnahme — einem begleiteten Praktikum oder einer Kenntnisprüfung. Wir sagen Ihnen das im ersten Gespräch, statt Sie an eine automatische Gleichwertigkeit glauben zu lassen.
Anerkennung · 3 bis 9 MonateDeutsch A1 bis B2
Das ist der längste Abschnitt und derjenige, der über alles Weitere entscheidet. Die Eurofrika Academy holt Sie dort ab, wo Sie stehen — oft bei null — und führt Sie zum Niveau B2, im Abendkurs oder intensiv. Die telc-Prüfung wird in einem anerkannten Prüfungszentrum abgelegt: Wir bereiten vor, melden an und begleiten, stellen aber kein Zertifikat aus, und niemand kann Ihnen eines garantieren. Zur Prüfung melden wir nur an, wer bereit ist.
Sprachkurs · telc B2 · 8 bis 14 MonateBegegnung mit dem Arbeitgeber
Wir stellen Ihr Profil den Einrichtungen vor, deren Bedarf zu Ihnen und zu Ihrem Wunschort passt. Das Gespräch findet per Video statt. Wir bereiten Sie gründlich darauf vor: die wiederkehrenden Fragen, die deutsche Art, über sich zu sprechen — zurückhaltender, als Sie es gewohnt sind —, die Verhandlung von Gehalt und Arbeitszeiten. Mit der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags ist Ihre Stelle gesichert.
Vorstellungsgespräch · 3 bis 8 WochenVorabzustimmung
Ihr Arbeitgeber beantragt bei der Bundesagentur für Arbeit die Vorabzustimmung zu Ihrer Einstellung. Eilige Vermittler lassen diesen Schritt gern aus; genau er macht aus einem unsicheren Visumverfahren eine Formsache. Bei uns ist er Standard.
Vorabzustimmung · 2 bis 6 WochenVisum
Die Antragsunterlagen werden Stück für Stück zusammengestellt, der Botschaftstermin gebucht, sobald ein Slot frei wird, und das Gespräch vorbereitet. Die Bearbeitungszeiten unterscheiden sich stark von Land zu Land und liegen zum Teil außerhalb unseres Einflusses — aber jede Nachfrage wird dokumentiert, und Sie wissen jederzeit, wo Ihr Antrag steht.
Visumverfahren · 2 bis 6 MonateAnkunft und Einleben
Jemand wartet am Flughafen auf Sie. Ihre Wohnung ist vor der Abreise gefunden, nicht danach. In den Tagen darauf: Anmeldung beim Bürgeramt, Eröffnung des Bankkontos, Anmeldung bei der Krankenkasse, Abholung des Aufenthaltstitels, SIM-Karte. Es sind diese für Deutsche alltäglichen Schritte, die neu Angekommene ohne Begleitung am meisten entmutigen.
Ankunft · die erste WocheIntegration
Im ersten Monat belegen Sie ein Intensivmodul medizinisches Deutsch: der Wortschatz der Station, die Übergabe, der Umgang mit Angehörigen — was in keinem allgemeinsprachlichen Lehrbuch steht. Danach folgt ein regelmäßiger Austausch über sechs Monate. Wenn auf Station etwas schiefläuft, haben Sie jemanden, den Sie anrufen können, der Ihre Sprache spricht und Ihren Arbeitgeber kennt.
Integration · sechs Monate
Was verlängert und was verkürzt
Was die Dauer wirklich bestimmt
Drei Faktoren wiegen schwerer als alle anderen: Ihr Ausgangsniveau im Deutschen, das Bundesland, in dem die Anerkennung geführt wird, und das Konsulat, das Ihr Visum bearbeitet.
Der erste liegt bei Ihnen und Ihrem Einsatz. Die beiden anderen liegen weder bei Ihnen noch bei uns — und genau deshalb machen wir die Vorabzustimmung zum Standard: Sie ist der einzige reale Hebel auf die Dauer des konsularischen Verfahrens.